Von Claudia zur Clulu

Ich kann nicht behaupten, dass mich Kochen schon immer interessiert hat.
Das Vorbereiten, lange herumstehen, ewig kochen lassen und natürlich das reinigen danach waren immer Punkte, die mich nicht überzeugten.
Während ich dem Käse auf meiner Tiefkühlpizza im Ofen zusah wie er schmolz und die Cola in meinem Glas vor sich dahin prickelte, verlor ich keine Gedanken daran, das diese Ernährung wohl nicht die gesündeste war.
In meinen Jungen Jahren war ich ein sehr aktiver Mensch und hatte kein Problem damit, viel Ungesundes zu essen oder so wie ich es jetzt formulieren würde, billigen Treibstoff in mein Auto zu tanken.

Neben dem guten und deftigen Essen meiner Mama und Oma, gab es öfter mal etwas vom Chinesen, Pizza oder auch ein Super Size Mc Menü.

Doch eines Tages sah ich einen Jungen Mann im Fernsehen der anfing zu kochen, als gäbe es keine Regeln.
Dieser Mann war Jamie Oliver. Er nahm einfach eine Prise hier von und einen Schluck davon und den guten Schuss Olivenöl nicht vergessen.
Ich begann also ab und zu mal den Raum zu betreten, den ich nur flüchtig für das Frühstück nutzte. Manchen sagen auch Küche dazu.
Die Zeit verging und die ersten Nachspeisen wurden kreiert.
Mein Interesse wurde imme mehr und es waren auch schnell die ersten Gerichte gezaubert, so wie Schnitzel, Käsespätzle oder Burger.

Bald nannte ich ein chinesisches Kochbuch mein Eigen, Frühlingsrollen oder Acht Schätze es war alles interessant und schmeckte ziehmlich gut.
In der Schule meinten die Professoren, man muss sich genau an das Rezept halten, was ich im organischen Chemie Labor gerade noch nachvollziehen konnte, aber nicht in meiner Küche.

Je kreativer eine Idee desto besser. Einfach mal den Gedanken freien Lauf lassen und kochen, bis die linke Gehirnhälfte müde wurde.
Mit dem Interesse an Essen und dessen Zubereitung veränderte sich auch mein Körper. Die ersten Fettpölsterchen waren schon zum Greifen nahe.
Der Sport machte auch gerade Urlaub und so war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mich selber nicht mehr im Spiegel anblicken konnte.
Mit der Matura in der Hand stellte ich mich der Herausforderung.
Der Kampf Claudia gegen die Kilos begann.
Anfangs war ich leider sehr unerfahren und nahm Shakes um abzunehmen. Diese schmeckten die ersten paar Wochen sehr gut. Nach einigen Monaten verlor ich auch endlich die ersten paar Kilos. Diese Diät nahm ich sehr ernst und gut über ein Jahr.
Die Lust etwas zu kochen, war mir natürlich total verloren gegangen.
Einfach nur drei Löffel von dem Pulver in 400 ml Wasser schütteln und Mahlzeit!
Natürlich werde ich jetzt nicht alle Fehltritte aufzählen und euch damit quälen. Ihr sollt nur einen Einblick bekommen das die ersten Schritte gar nicht so einfach waren.
Ohne guten Dünger wächst keine Pflanze, also fing ich an mich mehr auf die gesunde Nährstoffe für meinen Körper zu konzentrieren.
Dank der neuen Technik gab es eine App auf dem Handy in die man sein Essen eintragen konnte und der Kontrollfreak in mir wurde wieder motiviert. Ich fing an all mein Essen und meine Bewegung einzutragen.

Ich machte viele Fehler denn ohne jegliches Hintergrundwissen, versuchte ich einfach so wenig Kalorien wie möglich zu mir zu nehmen. Prompt schickte mir mein Körper die Rechnung für diese tolle Idee. Ich hatte kaum noch Kraft, mir war dauernd Kalt mein Nervenkostüm gleichte der Ozonschicht und der Spass an der Freude war mit auch vergangen.
Als ich dann wieder versuchte mich ohne Kontrolle zu ernähren, verlor ich diese komplett und nahm wieder zu.
Ich war faul geworden, in jeglicher Hinsicht. doch diese Phase hielt zum Glück nicht lange an.
All diese diversen Kochsendungen im Fernsehen brachten mich wieder dazu Gerichte nachzukochen.
Ich befasste mich von Tag zu Tag immer mehr mit Ernährung , was der Körper wirklich braucht und vor allem was mir gut tat.
So lernte ich neue Ernährungsformen kennen und aß viel Rohkost und nur noch selten Fleisch oder Milchprodukte, was für meinen Magen ein Segen war.
Nach einem langen Wochenende mit vielen Dokumentationen und Filmen über die Produktion von Fleisch und wie wir mit unseren Tieren umgehen, war meine Welt zusammengebrochen.
Wie konnte ich nur so lange die Augen geschlossen halten und nicht hinterfragen was da alles geschieht.
Kurzum, somit war ich bei der vollwertigen, pflanzlichen Ernähung angekommen. Das ist jetzt bereits 2 Jahre her.
Heute bin ich ein gesunder und starker Mensch, der ein Herz für Tiere hat und der alle Erfahrungen, verrückten Ideen, wichtige Gedanken und vor allem pflanzlich leckere Rezepte mit euch in diesem Blog teilen möchte.

Darum gibt es für mich nur mehr noch zu sagen, Danke für eure Aufmerksamkeit und egal was ihr vorhabt, macht es mit LIEBE und vor allem pflanzlich BUNT.

Eure Clulu

2 Gedanken zu „Von Claudia zur Clulu

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