Jackpot -Szegediner Art

Der Frühling kehrt uns mal wieder den Rücken zu und der Winter nutzt diese Chance eiskalt. Dazu kann ich nur mit einer deftigen, warmen Speise kontern.
Eigentlich heißt dieses typisch Ungarische Gericht, Szegediner Gulasch, doch ich wäre nicht Clulu, wenn ich nicht mehr darüber wissen wollte. Also aufgepasst:
Durch einige Missverständnisse und sprachliche Barrieren hat sich die Bezeichung für dieses Gericht entwickelt. Denn Gulasch heißt eigentlich der Kerl, der auf die Schafe aufpassen musste und den möchte ja keiner in seinem Essen haben. In Ungarn wir des als Székely Gulyàs bezeichnet.  Der wehrte Herr Szèkely hat der Geschichte nach, bei einem Wirten der zu wenig Eintopf übrig hatte, gemeint, dass man noch Kraut dazu fügen könnte, damit es für alle reicht.
Ich kann ihn sehr gut verstehen, kochen nach frei Schnauze. Und das machen wir jetzt auch, naja ich schon, aber ihr dürft euch auch gerne an das Rezept halten, denn schmecken tut es auf alle Fälle.

Zutaten

Frühlingszwiebel 3 große Stück
Knoblauch 3 Zehen
getrocknete Tomaten 55g
Jackfrucht 280g Abtropfgewicht Dose gesamt 565g
Sellerie 550g
Paprika rot 200g
Pastinake 200g
Sauerkraut mild 450g
Karotte 200g
Ganze Tomaten in Saft aus dem Glas 500g
Alpro Soya 150g
Gemüse Brühe 500ml
Balsamico Essig 1 El
Mandelmus 2Tl
Dattelsauce 1 El
Loorbeerblatt 2 Stück
Tomatenmark 1 gehäufter El
Muskatnuss 1 Messerspitze
Kümmel 1 Tl
Kreuzkümmel 1Tl
Paprika süß 3-4Tl
Paprika scharf 2Tl
Majoran 3 Tl
Paprika geräuchtert 1 Messerspitze
Thymian 1Tl
Pfeffer 1Tl
Kurkuma 1/2 Tl

Marinade für Jackfrucht
Paprika Edelsüß 1 T
Soja Sauce Tamari 1 El
Kreuzkümmel 1Tl
Tomatenmark 1 El

Zubereitung

Am Tag zuvor die Jackfruit aus der Dose nehmen und den Saft wegschütten. Die Frucht mit der Marinade in einen Behälter geben und über nacht ziehen lassen.

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Die getrockneten Tomatem mit heißen Wasser übergießen und kurz ziehen lassen. Dann kommt die mühevolle kleinarbeit. Also das Gemüse Karotte, Sellerie, Pastinaken, Paprika, Zwiebel und Knoblauch kleinscheiden.
Wenn die Tomaten weich genug sind in kleine Stücke schneiden und das Wasser zum anbraten für Zwiebel und Knoblauch verwenden. Dann das Tomatenmark dazu geben und ebenfalls kurz scharf anbraten.
Das klein geschnittene Gemüse hinzufügen, kurz noch mitanbraten und dann die Hitze etwas runterdrehen. Mit Gemüsebrühe und Tomaten aus dem Glas, ablöschen. Die Jackfruit mit der Marinade in den Topf geben und das Kraut hinzufügen. Jetzt den Eintopf nur mehr noch auf kleiner Flamme köcheln lassen.

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Den Essig, Mandelmus und die Kräuter hinzufügen und etwas ziehen lassen. Dann abschmecken und je nach belieben Dattelsauce hinzufügen um die Säure etwas zu entschärfen.

Zum Schluss wenn alles gut abgeschmeckt ist und der Eintopf schon eine dreiviertel Stunde gut durchgezogen hat, habe ich noch Soya Joghurt dazugeben und den Topf auf dem abgeschalteten Herd stehen gelassen und bis am Abend durchziehen lassen.

Zum Servieren kann man noch einen Klecks Soya Johrut geben und genießen.
Die Menge reicht für ca. 6 Portionen ohne Zuspeise. Wenn ihr wollt könnt ihr euch auch ein paar Karoffeln dazu kochen oder ein knuspriges Kartoffelweckerl machen, dann reichen die Portionen locker für 8 bis 10 Personen.

Mit einem tollen Ungarischen Zitat, beende ich heute meine kleine Kochexkursion.

„Es ist besser, auf halbem Wege umzukehren, als auf dem falschen Weg zu bleiben. „

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Pflanzliche Grüße, eure Clulu

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