Kürbis Chili Eintopf

Endlich wieder Kürbiszeit. Ich freue mich so sehr, wieder mit den bunten Farben des Herbstes arbeiten zu dürfen. Hokkaido schmeckt in Scheiben geschnitten im Ofen mit Schale super gut und gelingt einfach jeden. Auch der Butternuss der aussieht als wäre er eine rießen Erdnuss. Es gibt so viele Varianten und auch der Geschmack ist immer ein bisschen anders, aber für mich gibt es im Herbst nichts besseres als den Geruch von defitger Kürbiscremesuppe.
Was ich aber noch nicht probiert habe, war das mischen in eine Art Chili Eintopf.
Das bedeutet kurz mal beim Bauern vorbeigeschaut und dort in der Auslage shoppen gewesen.
Das heißt ihr müsste noch ein bisschen warten, bis ihr euren Kürbis für Halloween rüsten könnt, denn zuerst begleitet er uns in die Küche.

Zutaten

Bei diesem Rezept habe ich eine große Portion vorgekocht, um mich auch in der Arbeit gesund und schnell verpflegen zu können. Wenn jemand also für weniger als eine Großfamilie kochen möchte, muss er sich einfach die Werte passend umrechnen.
Mein Eintopf ergab ca. 10 Portionen

Kürbis 600g
Dosentomaten 2Dosen
Käferbohnen 500g
Kidneybohnen 250g
Kichererbsen 215g
Karotten 500g
Mais 285g
Getrocknete Paprika
Hanfsamen 30g
Kokosjoghurt 300g
Zwiebel 280g
Knoblauch 3Zehen
Balsamiko 3El
Dattelsirup 2El
Suppengewürz 3El mit 800ml Wasser
Zimt 2Tl
Kümmel 4Tl
Kreuzkümmel 6Tl
Paprika süß 3Tl
Tahini 2Tl
Paprika geräuchert 1Tl
Vanille 1Tl
Cayenne Pfeffer 1Tl

Zubereitung

Am besten ihr schneidet schon mal alles klein, die Zwiebel, den Knoblauch, die Karotte, getrocknete Paprika. Die Zwiebel und den Knoblauch in einem großen Topf anbraten.

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Dann kommen die Karotten und der Kürbis, diese werden mit angebraten und dann mit den 2 Dosen Tomaten aufgefüllt.

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Dann folgt auch schon der getrocknete Paprika, der Mais, die Bohnen und Kichererbsen. Wenn alles gut verkocht ist, dann gebt ihr noch die Gemüsebrühe dazu und fügt die restlichen Gewürze in den Topf.

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Zum verdünnen beziehungsweise damit der Eintopf etwas cremiger wird habe ich Kokosjoghurt dazu geben. Wenn alles im Topf ist kann man die Hitze reduzieren und den Eintopf für die nächsten 30 min köcheln lassen.

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In einem vorherigen Rezept habe ich Vollkornknödl gemacht und diese haben zu dem Eintopf perfekt gepasst.
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Vorsicht bei dem Cayenne Pfeffer, der hat es ganz schön in sich, für mich war es genau perfekt aber wenn jemand auf schärfe sensibler reagiert, dann wäre weniger sicher von Vorteil.

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Pflanzlich Bunte scharfe Grüße eure Clulu

Jackpot -Szegediner Art

Der Frühling kehrt uns mal wieder den Rücken zu und der Winter nutzt diese Chance eiskalt. Dazu kann ich nur mit einer deftigen, warmen Speise kontern.
Eigentlich heißt dieses typisch Ungarische Gericht, Szegediner Gulasch, doch ich wäre nicht Clulu, wenn ich nicht mehr darüber wissen wollte. Also aufgepasst:
Durch einige Missverständnisse und sprachliche Barrieren hat sich die Bezeichung für dieses Gericht entwickelt. Denn Gulasch heißt eigentlich der Kerl, der auf die Schafe aufpassen musste und den möchte ja keiner in seinem Essen haben. In Ungarn wir des als Székely Gulyàs bezeichnet.  Der wehrte Herr Szèkely hat der Geschichte nach, bei einem Wirten der zu wenig Eintopf übrig hatte, gemeint, dass man noch Kraut dazu fügen könnte, damit es für alle reicht.
Ich kann ihn sehr gut verstehen, kochen nach frei Schnauze. Und das machen wir jetzt auch, naja ich schon, aber ihr dürft euch auch gerne an das Rezept halten, denn schmecken tut es auf alle Fälle.

Zutaten

Frühlingszwiebel 3 große Stück
Knoblauch 3 Zehen
getrocknete Tomaten 55g
Jackfrucht 280g Abtropfgewicht Dose gesamt 565g
Sellerie 550g
Paprika rot 200g
Pastinake 200g
Sauerkraut mild 450g
Karotte 200g
Ganze Tomaten in Saft aus dem Glas 500g
Alpro Soya 150g
Gemüse Brühe 500ml
Balsamico Essig 1 El
Mandelmus 2Tl
Dattelsauce 1 El
Loorbeerblatt 2 Stück
Tomatenmark 1 gehäufter El
Muskatnuss 1 Messerspitze
Kümmel 1 Tl
Kreuzkümmel 1Tl
Paprika süß 3-4Tl
Paprika scharf 2Tl
Majoran 3 Tl
Paprika geräuchtert 1 Messerspitze
Thymian 1Tl
Pfeffer 1Tl
Kurkuma 1/2 Tl

Marinade für Jackfrucht
Paprika Edelsüß 1 T
Soja Sauce Tamari 1 El
Kreuzkümmel 1Tl
Tomatenmark 1 El

Zubereitung

Am Tag zuvor die Jackfruit aus der Dose nehmen und den Saft wegschütten. Die Frucht mit der Marinade in einen Behälter geben und über nacht ziehen lassen.

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Die getrockneten Tomatem mit heißen Wasser übergießen und kurz ziehen lassen. Dann kommt die mühevolle kleinarbeit. Also das Gemüse Karotte, Sellerie, Pastinaken, Paprika, Zwiebel und Knoblauch kleinscheiden.
Wenn die Tomaten weich genug sind in kleine Stücke schneiden und das Wasser zum anbraten für Zwiebel und Knoblauch verwenden. Dann das Tomatenmark dazu geben und ebenfalls kurz scharf anbraten.
Das klein geschnittene Gemüse hinzufügen, kurz noch mitanbraten und dann die Hitze etwas runterdrehen. Mit Gemüsebrühe und Tomaten aus dem Glas, ablöschen. Die Jackfruit mit der Marinade in den Topf geben und das Kraut hinzufügen. Jetzt den Eintopf nur mehr noch auf kleiner Flamme köcheln lassen.

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Den Essig, Mandelmus und die Kräuter hinzufügen und etwas ziehen lassen. Dann abschmecken und je nach belieben Dattelsauce hinzufügen um die Säure etwas zu entschärfen.

Zum Schluss wenn alles gut abgeschmeckt ist und der Eintopf schon eine dreiviertel Stunde gut durchgezogen hat, habe ich noch Soya Joghurt dazugeben und den Topf auf dem abgeschalteten Herd stehen gelassen und bis am Abend durchziehen lassen.

Zum Servieren kann man noch einen Klecks Soya Johrut geben und genießen.
Die Menge reicht für ca. 6 Portionen ohne Zuspeise. Wenn ihr wollt könnt ihr euch auch ein paar Karoffeln dazu kochen oder ein knuspriges Kartoffelweckerl machen, dann reichen die Portionen locker für 8 bis 10 Personen.

Mit einem tollen Ungarischen Zitat, beende ich heute meine kleine Kochexkursion.

„Es ist besser, auf halbem Wege umzukehren, als auf dem falschen Weg zu bleiben. „

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Pflanzliche Grüße, eure Clulu

Kichererbsencurry mit Mango

Es ist ja kein Geheimnis das Curry nicht einfach ein Gewürz oder die eine Mischung ist. Genauso ist es auch bei meinem Kichererbsencurry, ich nutzte die Chance und packe einfach alle leckeren Zutaten hinein, die mir persönlich sehr gut schmecken und lade euch somit ein, meine Variante zu testen. Etwas scharf und ein bisschen süß, aber auf alle Fälle mit viel Freude zubereitet.  Mit einem indischen Sprichwort: Auf einer gerade Strasse, ist noch niemand verloren gegangen“ wage ich mich in die Küche und weiß das ich oft vom Weg abkommen werde, aber das Ziel werde ich trotzdem erreichen, denn der Weg ist das Ziel.

Zutaten:

Kichererbsen aus der Dose 800g
Rote Linsen 150g
Mango aus der Dose 450g
Kokosnussmilch 400ml
Lauch 220g
Knoblauch 2 große Zehen
Karotten 370g
Champignon 500g
Fisolen TK 300g
Bohnenkeimlinge aus dem Glas 180g Abtropfgewicht
Getrocknete Tomaten 35g
Mandel 30g
Cashew 30g
Apfelessig 1El
Gemüsebrühe 500ml
Wilde Mangoessig 1El
Rote Thai Curry Paste 4Tl
Zimt 1Tl
Nelken 1/2 Tl
Kreuzkümmel 2Tl
Kümmel 1TL
Kurkuma 1Tl

Zubereitung

Zuerst brauchen wir mal einen großen Topf, denn wir machen heute eine große Portionen, um uns an den Tagen wo wir keine Lust haben den Kochlöffeln zu schwingen, über Wasser zu halten.

Dann ist es eigentlich ganz einfach.
Den Lauch und den Knoblauch fein schneiden und im Topf anbraten. Ich nehme dazu nur ein bisschen Wasser. Dann die Karotten und Champignons in kleine Stücke schneiden und ebenfalls kurz mit anbraten. Die getrockneten Tomaten fein schneiden und mit den Fisolen zu der Masse hinzugeben. Dann die Dose mit den Kichererbsen öffnen und -wichtig- die Flüssigkeit sichern denn das ist uns Eischnee für den nächsten Kuchen. Die Kichererbsen mit in den Topf geben. Dann die ganze Dose Kokosmilch und die 4 Löffel Currypaste dazugeben. Jetzt kann man die Hitze reduzieren auf ein leichtes köcheln. Die Gemüsebrühe und die Gewürze, sowie den Essig dazu geben und das ganze etwas kochen lassen.
Aus dem Asiamarkt habe ich eine Dose Mangopüree genommen und diese immer wieder dazu gegeben und abgeschmeckt. Nicht jeder mag es so süß oder so intensiv, da müsst ihr euch bitte, immer wieder mal vergewissern ob es euch so schmeckt. Jetzt kommen die Linsen, die unsere Suppe etwas eindicken und zu einem Curry werden lassen. Zum Schluss noch die Nüsse hinzufügen und das ganze noch so 20 min auf geringster Stufe ziehen lassen.

Dann könnt ihr eure Armee an Aufbewahrungsbehälter auspacken und für die nächsten Tage abfüllen.

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Meine Portion genieße ich entweder mit einer Mischung aus Yasmin und Schwarzem Reis, Salat den ich als Löffelersatz nehme und wenn ich frisches Gemüse vom Markt habe nehme ich das Curry packe es in den Mixer und nehme es als Dip.
Weil diesmal der Bärlauch schon aus seinem Versteck gekrochen kam, habe ich diesen gleich bei einer Gassirunde mitgenommen und als Deko und für den tollen Knoblauchartigen Geschmack auf und in mein Curry gegeben.

 

Die Aufgabe ist erledigt, pflanzlich und wunderbar Bunt, erst freut sich das Auge und dann der Magen. Viel Spass beim Nachkochen.

Eure Clulu