Ich merke – ich bin nicht Achtsam

Kennt ihr das auch das Gefühl, 10 Dinge auf einmal zu erledigen und alles spielt sich dabei nur in eurem Kopf ab. Die Pille dagegen heißt Achtsamkeit, und ja ich bin gerade dabei die positiven Nebenwirkungen zu spüren.

Dazu eine kleine Kurzgeschichte wie mein Verstand funktioniert:

Ich beschreibe mich gerne als Eichkätzchen.
Ich laufe so umher und sehe eine Nuss und diese will ich haben. Ich habe also ein Ziel. Ich laufe direkt auf die Nuss zu, dann merke ich, dass mich mein Schweif stört und mein geradliniger Lauf verändert sich schon. Ich werde langsamer und fange an mit dem Blick abzuschweifen. Ich sehe die Nachbarkatze, die schon ein Auge auf mich geworfen hat. Schnell flüchte ich auf einen Baum, dort versuche ich dann doch wieder zu meiner Nuss zu gelangen. Gleichzeitig probiere ich meinen buschigen Schweif zu ignorieren und die Katze abzuwimmeln. Doch plötzlich grummelt mein Magen und ich versuche wieder den Kurs auf die Nuss zu setzen.
Ein Autofahrer hupt. Ihm wäre fast der Hund vom Nachbarn vor das Auto gelaufen. „Vielleicht verscheucht er ja die Katze“, denke ich so vor mich hin, total abgelenkt von allen anderen Dingen die gerade um mich herum passieren.
Ich schweife total ab. Doch es kommt alles anders. Weil ich so im Gedanken vertieft bin, merke ich nicht, dass mir ein anderes Eichkätzchen schon meine Nuss geklaut hat. Ich rege mich fürchterlich auf und wie es eben so passieren muss, ist jetzt auch noch der Hund auf die Idee gekommen mich zu jagen. Also 2 Gegen 1, ok ich bin flink, ich schaffe das. Also Baum hoch und runter und weil mich mein Schweif so stört, rutsche ich ab.
Ganz knapp, hat mich diese doofe Katze nicht erwischt, denn der Hund hat sie verjagt und ich konnte endlich meine Suche auf die Nüsse weiterführen. Also rauf auf den Baum und mal einen guten Überblick verschaffen.
Da kommen auch schon die Nachbarskinder und spielen im Garten, der Hund hat sich von mir ab und den Kindern zugewandt. Ich nutze die Chance um endlich meinen einzigen Wunsch, den Hunger zu stillen zu erfüllen. Ich beobachte total begeistert die Kinder, wie sie mit dem Hund spielen und merke nicht wie die Zeit verfliegt. Wieder bei mir angekommen, ist mir kalt geworden und ich brauche Schutz vor der Kälte, doch was zu essen, habe ich auch noch nicht. Ich musste mich für den Schutz entscheiden, denn es war nun zu spät. Also bleibe ich auf diesem Baum und verkrieche mich bis zum nächsten morgen.
Am frühen Morgen stehe ich auf, mit einem knurren im Magen, ach ja da war ja noch was. Als ich vor meine Höhle trete, sehe ich das der Baum den ich den gestrigen Tag bewohnt hatte, ein Nussbaum ist. Dieser Baum ist voller Walnüsse. Ich könnte eigentlich aus dem Vollen schöpfen. Vor lauter Nüssen kann ich mich nicht entscheiden, welche ich den nun wählen soll und die Zeit verfliegt. Doch der frühe Vogel fängt den Wurm. Das hat sich wohl auch gerade der brave Bauern gedacht, welcher den  Baum aberntet. Ich traue mich nicht und springe rüber zu einem anderen Baum und beobachte dabei den Bauern.
Mein Magen knurren ist so laut, dass ich kaum noch denken kann, was vielleicht nicht so schlecht wäre. Und abermals merke ich, wie ich schon wieder Tagträume und mir vorstelle, wie viele Nüsse der Bauer wohl zu Hause haben muss.
Da sitze ich nun auf einem Baum, mein Kopf hat den Sender NussTV ein und doch schalte einfach viel zu oft um und verliere den Fokus.

Ein neuer Weg ist nicht einfach zu gehen und stellt einen vor Herausforderungen. Körper und Geist müssen gemeinsam an einem Strang ziehen, damit wir ausgeglichen unser Leben genießen können.
Ich kann es mir selber nicht erlauben zu genießen, ruhig zu bleiben, einen Gedanken nach dem anderen kommen und gehen zu lassen.
Doch was hilft einem ein vermeintlich gesund ernährten Körper, wenn der Verstand lieber ein großes Fast Food Menü mit ungesunden und schwer verdaulichen Inhaltsstoffen bevorzugt.

Ich habe vor kurzem begonnen eine neue „Gedanken Diät“ auszuprobieren und ich muss sagen ein paar Milligramm Ballast sind schon mal runter.
Damit ich meine Erfahrungen mit euch teilen kann, werde ich immer mal wieder ein paar Texte verfassen. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen statt dem BigMind mit viel Müll u Ballast als Inhalt, stattdessen einen einfachen und gesunden Apfel zu genießen.

Pflanzliche bunte Gedanken, eure Clulu

Berlin -Pflanzlich bunte Stadt

Wenn man die Möglichkeit hat zu verreisen und dabei noch vieles über die gesunde vollwertige pflanzliche Kost erfahren kann, sollte man nicht lange darüber nachdenken.
Darum habe ich mich für das Seminar “ Mehr Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden durch pflanzliche Ernährung“  von Niko Rittenau angemeldet.
Das Seminar fand von 14-17.5.2019 in Berlin statt.

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Einfach essen gehen, ohne darüber nachdenken zu müssen, wo man hingehen kann und was man genießen darf. Sich nicht ausgegrenzt zu fühlen, sondern nur einer von vielen sein. Die Gewissheit, akzeptiert zu werden und keine bösen Blicke zu bekommen, nur weil man anders ist. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, „Willkommen in Berlin“.

 


Meine Reise in die Stadt, die schon viel durchgemacht hat, habe ich mit dem Zug angetreten. Bei der langen Fahrt, konnte ich meinem Wissen verbessern und mich gut für das Seminar von Niko Rittenau vorbereiten .
4 Tage geballte Energie eines Mannes, der einem das Wissen über die pflanzliche, vollwertige Ernährung so nahe bringen kann wie sonst keiner.
Ich bin es nicht mehr gewohnt, so lange zu sitzen und einem Vortragenden zuzuhören, jedoch war Niko einfach so mitreißend, dass ich keine Sekunde verpassen wollte.

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Als Willkommens Geschenk gab es eine Tasche voll mit nützlichen und schmackhaften Sachen. Von Dattelkugeln, Marmelade, Nussmuss bis zu verschiedenen Zeitschriften unter anderem „Kochen ohne Knochen“ wo einem der charmante Österreicher schon entgegenlächelt.

Bei einigen Punkten hatte ich schon gutes Grundwissen, doch als Niko von den Myhten erzählte- die man nun endlich ad acta legen konnte- war ich schon manchmal im positiven überrascht.
Hätte ich in der Schule mehrere Lehrer in diesem Format gehabt, wäre mir lernen viel leichter gefallen. Es hat großen Spass gemacht und ich fühlte mich in der Gruppe der wissensdurstigen gut aufgehoben.

Nebenbei konnte ich auch die pflanzliche Berliner Futterszene etwas analysieren. Ich hatte das Glück, nach dem Kurs noch etwas Zeit zu haben und das „Veganz“ zu besuchen. Shoppingalarm!!

Selbstverständlich gab es Jeden Abend ein anderes tolles pflanzliches Restaurant, die Auswahl war wirklich rießig.
Am ersten Tag konnte ich mir ein großes Frühstück gönnen. Das Lokal „Geh Veg“ war gleich ums Eck. Da wurden wir auch reichlich mit einem bunten, pflanzlichen Frühstück begeistert.

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Leider konnte ich meinen kleinen verbeinigen Liebling „Clueso“ nicht mitnehmen. Der Tiergarten hätte sicherlich genug Möglichkeiten gehabt, um mit ihm zu spielen und gassi zu gehen.  Trotzdem habe ich dem Tiergarten einen Besuch abgestattet und mir dort Tee, Bananenkuchen und die ersten paar Sonnenstrahlen gegönnt.

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Ein so schöner grüner Fleck mitten in Berlin, ein perfekter Platz für eine Auszeit von dem Stress und dem vielen Wissen das sich in meinen Kopf bohrte.20190513_174032

Das Seminar war ausgebucht 140 Interessierte wollten mehr über gesunde Ernährung erfahren. Insgesamt waren es 28 h auf 4 Tage verteilt.

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Es gab einen Willkommens Drink, einen gesunden Smoothie gemacht von Niko`s Assistenten, Benni. Benni hat nicht nur das Frühstück gemacht, er war für einfach alles zuständig, was Niko brauchte. Am Ende des Tages, wollte jeder seinen eignen Benni haben.
Das Notizbuch war auf alle Fälle sehr wichtig um mir genügend Notizen zu machen. Viele Informationen bekommt man natürlich auch aus seinem Buch “ Vegan Klischee Ade“.
Meine Weiterbildung durch Ecodemy hat mich sehr gut vorbereitet und kann ich interessierten ebenfalls nur empfehlen.

 

Am Abend war der Hunger groß und ich wollte natürlich die Chance nutzen Berlin`s planzliche Ecken kennen zu lernen.

Das Restaurant „Ga Ya Ya“ in Berlin Mitte war perfekt zum entspannen. Ich hatte eine Auswahl an verschiedenen Gerichten und im Hintergrund gab es angenehme Entspannungsmusik.

 

Kokossuppe, Reisnudeln mit Chilisauce, Sushi mit roter Beete, Curry mit Couscous und Milchreis zum Abschluss.
Ein wirklich perfekter Ort zum pflanzlichen Schmausen ist am Prenzlauer Berg. Vom „Veganz“ abgesehen, gibt es dort so viele Bars und Restaurants, die total vegan sind oder zumindest eine super Auswahl an pflanzlichen Gerichten haben.
Meine Persönliche Empfehlung weil ich dort selber gegessen habe ist das:
„1990“. Man kann sich in vielen kleinen Schüsseln durch das ganze Menü kosten.

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Natürlich war ich auch ein bisschen in Berlin unterwegs. Sightseeing und dabei habe ich mir so kurz wie nur möglich das KaDeWe angesehen. Ich hab leider keine Kleidereinkaufsgene und wollte nur eine tolle Bowl essen, die gab es dann im „Daluma“ im 6.Stock. Ja richtig gehört dieses Einkaufszentrum hat gesamt 7 Stockwerke und ehrlich ich hab nur die besucht, in denen es Lebensmittel gab. Ich konnte nur den Kopf schütteln und dachte an diese sinnlose Verschwendung an Zeit die man beim einkaufen verliert, aber ich bin ja auch nicht der Standard.
Ich weiß nur das Essen war ok, aber das Ambiente hat mir den Hunger geschmälert, ich war froh als ich wieder in den kalten Regen konnte um lieber wieder in der frischen Luft zu sein als eingesperrt in dieser Konsumhölle.

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Auch pflanzliche Ernährung kann mal etwas ungesund ausfallen, man muss nur auf die Balance achten.  An einem Tag gab es ein tolles Eis von „Delabuu“ mit Banane, Kekse und Kokosstreusel.

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Es gab noch viele weitere Möglichkeiten um Essen zu gehen, jedoch habe ich mir einfach ein paar tolle Früchte gekauft, dazu ein bisschen Müsli und Haferdrink. Somit musste ich mir morgens keinen Stress machen, sondern den Tag gemütlich in einer tollen Airbnb Wohnung beginnen. Die Lage der Wohnung war sehr angenehm und ruhig. Man konnte auch ein bisschen runterkommen von der ganzen Energie dieser Stadt.
Hier noch ein paar Empfehlungen für Restaurants, wenn es mal etwas edler sein soll:
„Lucky Leek“ und „Koops“.

Ich würde mal sagen, jeder sollte seine eigenen pflanzlichen Ecken finden, denn wenn man mit offenen Augen durch dir Gegen schlendert, findet man auch immer wieder tolle Plätze, Berlin ist voll davon.
Noch ein paar Worte zu dem Seminar.
In diesem Bild könnt ihr sehen welche Themen besprochen wurden.

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Niko ist ein guter Vortragender und mit seiner angenehmen Art will man einfach nicht aufhören ihm zuzuhören. Es gab viele Fragen aus dem Publikum, die er fast immer aus dem Stehgreif beantworten konnte. Ansonsten hat er auf den oder die jeweilige Person verwiesen, die sich bei Thema besser auskennt.

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Ich wünsche Niko, dass noch viele weitere Menschen sein Buch lesen und verstehen, dass wir nur gemeinsam mit einer gesunden Ernährung ein tolles langes und ausgefülltes Leben haben werden.FB_IMG_1558337289024

Ich bin dankbar, für die Menge an Wissen die ich aufsaugen konnte, doch mein Wissensdurst ich noch lange nicht gestillt.
Berlin, I`ll be back.

Viele pflanzliche bunte Grüße,

eure Clulu